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Athleten-Club Einigkeit Elmshorn von 1893 e.V.

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     Aus der Vereinschronik des Wilhelmsburger Sportvereins von 1893 e. V.
Boxen in Wilhelmsburg

Es war das Jahr 1926, als sich der Boxsport in Wilhelmsburg zu regen begann. Athletik Club Jung Siegfried von 1894 nahm die jungen Interessierten am Boxsport bei sich auf. Das Jahr der Aufnahme ist nicht mehr bekannt. Aber schon 1930 gab es Höhepunkte auf der Elbinsel. Der AC Jung Siegfried wurde hinter dem BC Kassel Dritter in der Deutschen Meisterschaft. Im Fliegengewicht wurde die Deutsche Meisterschaft errungen.

Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurde bei Jung Siegfried eifrig geboxt. Etliche Hamburger und auch Norddeutsche Meistertitel wurden errungen. Wilhelmsburg war eine der Hochburgen des Boxsports.

Nach Ende des Krieges schlossen sich die überlebenden Boxer dem TSV Vorwärts 93 an. Wie so oft, der Wiederanfang war schwierig. Doch waren im Jahre 1946 dann die Anstrengungen von Erfolg gekrönt. Wieder gab es Hamburger Meisterschaften im Halbschwergewicht und Vizemeister im Feder- und Schwergewicht.

Im Jahre 1948 war es dann der Lokalmatador Willi Riemann, der Deutscher Meister im Halbschwergewicht und 1949-1951 Meister in dieser Klasse wurde. Die Gesellschaftssäle von Stüben am Vogelhüttendeich waren voll von Zuschauern. Der Boxsport dieser Zeit mit seinen großartigen Boxern war es, der die Wilhelmsburger ins Schwärmen brachte. Ihre Boxer gehörten zu den besten im Norddeutschen Raum.

Im Jahre 1959 machten sich die Boxer selbständig und gründeten den Box-Club Wilhelmsburg, als B.C.W. weit über die Grenzen unserer Elbinsel hinaus, in ganz Norddeutschland und angrenzend bestens bekannt. Der B.C.W. im traditionellen blau-weiß-gelb vertrat diese Wilhelmsburger Farben sehr erfolgreich und brachte 1962 den Hamburger Meister und Nationalstaffel-Boxer Reiner Jittler heraus. Horst Petersen und Bernd Büschel wurden 1963 Meister Hamburgs in ihrer Klasse.

So ging es weiter bis zur Fusion im Jahre 1972. Bei den Hamburger Meisterschaften wurde immer ein wichtiges Wort mitgeredet. Die Fusion im Jahre 1972 tat der Boxstaffel des jetzigen WSV 93 gut. Die Mitgliederzahlen stiegen. Die ganze Aufmerksamkeit der Verantwortlichen galten fortan den Jugendlichen. Frank Mohr wurde Hamburger Schülermeister und Arthur Stuve zweiter.

Marcel Ohlfest in der Zweiten Hälfte der 70er Jahre. Marcel Olfest war mehrfacher Hamburger Meister, norddeutscher Meister und zweifacher deutscher Vizemeister sowie Mitglied der Nationalstaffel der Junioren.

Zu der Zeit führte der unvergessene Albert Dengler die aktiven Boxer, es dürften aber auch nicht ungenannt bleiben, Fred Büschel, als rühriger Trainer vor ihm sowie die Tatsache, daß wir nach der Zeit Denglers einen gewaltigen Durchhänger hatten.

Zum Aufschwung kam es wieder als der renommierte Hamburger Boxtrainer, der inzwischen leider verstorbene Ulli Jesse, zu unseren Jungen stieß und mit viel Elan die Betreuung der Boxwilligen unserer Elbinsel betrieb. Ihm insbesondere verdanken wir, daß wir endlich wieder über einen eigenen Boxring verfügen.
Unter seiner Leitung war es Ralf Heidorn, der als 16jähriger 1988 Deutscher Jugendvizemeister war und in den DABV-Nationalkader berufen wurde.


Quelle:
1993, Festschrift 100 Jahre Wilhelmsburger Sportverein von 1893 e. V.


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© 2000,  Jens Gatzenmeier

 Stand: Oktober 2007