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Notgeld "Kultur und Sportwoche Hamburg"
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1914, bei Ausbruch des 1. Weltkriegs wurde im Deutschen Reich das erste Notgeld ausgegeben, weil Münzen aus Gold, Silber oder Kupfer gesammelt und gehortet wurden.
Dieses Notgeld waren einfache Geldscheine zu 50 Pfennig, 1, 2 und 5 Mark.
1916 kam es wieder zu einem Kleingeldmangel. Durch die verstärkte Herstellung von Hartgeld versuchte man dieses Problem zu lösen. Dies gelang nicht und so wurden fast sechs Jahre lang Kleingeldscheine und Münzen durch Städte, Gemeinden, Firmen und Institutionen herausgegeben. Diese Scheine hatten meist einen Nennwert von 5, 10, 20, 25 oder 50 Pfennig.
Diese Serien von meist künstlerisch und graphisch aufwendig gestalteten kleinformatigen Bilderscheinen aus allen Teilen Deutschlands wurden waren schon zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe bei den Sammlern sehr beliebt.
Mit den Verkauf von diesen Serienscheinen an Sammlern wurde die Kommunalkasse aufgebessert, weil diese Scheine in Sammlungen verschwanden und kaum eingelöst wurden.
Auch sind bestimmte Veranstaltungen wie die "Kultur- und Sportwoche" vom 12. - 24. August 1921 in Hamburg auf diese Weise finanziert worden.
Kaufen konnte man wegen der galoppierenden Inflation von diesem Geld eigentlich nichts.
Die Ausgabe von Serienscheinen artete aus. Geschäftemacher kauften den Gemeinden die Berechtigung zur Ausgabe von Notgeld ab und vertrieben die selbst gedruckten Scheine im großen Stil. Es soll sogar zu Schwindelausgaben aus Orten gekommen sein, die gar nicht existierten. Nachdem sich die Stimmen gegen diese Auswüchse mehrten, wurden am 17. Juni 1922 alle Notgeldausgaben verboten.
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