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EN-Sportporträt vom 16.12.1967: Seit 1946 im AC Einigkeit Christian Tuchelt boxte 64mal für Elmshorn - Heute im Vorstand tätig
In der Ausgabe der "Elmshorner Nachrichten" vom 16. Dezember 1967 befindet sich in der Rubrik "Das EN-Sportporträt" ein Artikel über Christian Tuchelt.
Beginn der Abschrift
Seit 1946 im AC Einigkeit
Christian Tuchelt boxte 64mal für Elmshorn - Heute im Vorstand tätig
Elmshorn. "Den schönsten Kampf des Abends zeigten unbestreitbar Tuchelt (Elmshorn) gegen Scheliga (Glückstadt). Bestechend war wieder die gute Linke des Elmshorners; ein interessanter Kampf, in dem Tuchelt seinen Gegner in der zweiten Runde bis "Acht" zu Boden holen konnte. Verdienter Punktsieger wurde der Elmshorner Kämpfer." Mit diesen Sätzen berichteten die "Elmshorner Nachrichten" am 28. September 1951 über den Kampf, den Christian Tuchelt im Rahmen eines Vergleichskampfes Elmshorn gegen Glückstadt für den A.C. Einigkeit bestritt. "Charly" Tuchelt ist dem Boxsport treu geblieben. Als Sport- und Jugendwart arbeitet der gebürtige Hamburger seit über 15 Jahren im Vorstand mit.
Im Eisenbahn-Sportverein Altona begann der sportbegeisterte Tuchelt die körperliche Ertüchtigung mit Handball und Fußball. Im Jahre 1943 entdeckte er seine Liebe zum Boxsport. Mit 17 Jahren schloß er sich der Boxsportabteilung beim Polizei-Sportverein Hamburg an. Schon ein Jahr später wurde er zum Wehrdienst einberufen. 1945 geriet er in Italien in Kriegsgefangenschaft. Der Zufall wollte es, daß in seinem Lager Exmeister Herbert Nürnberg ein Boxtraining abhielt.
Als Christian Tuchelt im Jahre 1946 in seine Heimat nach Elmshorn zurückkehrte, schloß er sich gleich dem Athleten-Club Einigkeit von 1893 an. Sein Mitgliedsbuch trägt die Nummer sieben.
Anfang der 50er Jahre wurde der Boxsport zum Publikumsmagnet in Elmshorn. In der Reithalle, im Klosterhof und auf dem Gelände der Reit- und Fahrschule fanden die Faustkämpfer bei ihren Veranstaltungen ein volles Haus. Gloszat, Lichte, Neumann, Berndt, Brendemühl und Tuchelt, um nur einige zu nennen, waren die Hauptkämpfer, die für Massenandrang am Ring sorgten.
"Charly" Tuchelt wurde 1952 für seinen 50. Kampf mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Insgesamt bestritt er 64 Kämpfe für den A.C. Einigkeit. Am 7.12.1951 lieferte er einen seiner besten Kämpfe. Unter den kritischen Augen von Max Schmeling und Willi Höppner, die als vielbestaunte Ehrengäste in die Krückaustadt gekommen waren, besiegte Tuchelt in einem auf sehr hohen Niveau stehenden Kampf den Hamburger Vizemeister Gerdes eindrucksvoll nach Punkten.
Zweidrittel seiner Kämpfe gewann der boxbegeisterte Klein-Nordender nach Punkten. Er boxte in der Weltergewichtsklasse. Tuchelt galt als technisch guter Kämpfer, der seine Gegner mit technischen Mitteln auspunktete.
Beruflich steht der 41jährige, der am Hellweg 3 wohnt, als Werkmeister bei den Liether Kalkwerken auf festen Füßen. Seine Frau Gerda steht dem Hobby ihres Mannes aufgeschlossen gegenüber. Der 9jährige Sohn Frank spielt in Lieth Fußball und beim EMTV Handball.
Als Tuchelt die Boxhandschuhe an den berühmten Nagel hängte, folgte er nicht dem Beispiel vieler Kollegen, die sich nach Beendigung ihrer Laufbahn völlig zurückgezogen haben. Er stellte seine Erfahrungen weiterhin dem Elmshorner Boxsport zur Verfügung. Bis 1953 wirkte er als Trainer im Einigkeits-Lager. Seit 10 Jahren leitet er als Obmann die Sparte Schwerathletik im Kreissportverband Pinneberg.
Der A.C. Einigkeit, der im kommenden Jahr sein 75jähriges Bestehen feiert, hat schon manche Rückschläge überwunden. Zur Zeit ist der traditionsreiche Elmshorner Boxclub dabei, junge Nachwuchsboxer heranzubilden. Trotz der vielen Schwierigkeiten, die ein Veranstalter von Boxabenden zu überwinden hat, wollen die Faustkämpfer aus der Krückaustadt weiter regelmäßig Kampftage veranstalten.
Christian Tuchelt, der in seiner Freizeit kegelt und gelegentlich in der Betriebsfußballmannschaft der Kalkwerke mitspielt, sitzt bei jedem Kampfabend am Ring. Er leitet mit dem Gong die Runden ein. mo
Ende der Abschrift - Fotos konnten wegen der schlechten Qualität nicht verwendet werden

"Charly" Tuchelt - 1984. So kennen ihn die älteren Sportkameraden. Er starb am 12.05.1995 auf einer Urlaubsreise an den Folgen eines Herzinfarkts.
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1942 schloß er sich als 16jähriger der Boxsportabteilung beim Polizei-Sportverein Hamburg an.
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In der Mitgliedskarte Nr. 7 ist als offizielles Eintrittsdatum der 1. Januar 1947 eingetragen. Charly Tuchelt begann allerdings schon im August 1946 mit dem Training.
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Diese Aufnahme entstand am 6. April 1951 im vollbesetzten "Klosterhof". Den Kampf gegen Tamm vom BC Goliath (Hamburg) gewann er nach Punkten.
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In den 70er Jahren bekam die Jugendarbeit ein immer stärkeres Gewicht. "Wir waren der erste Verein, der auf die Ausländer zuging", erinnerte sich der damalige Jugendwart Christian "Charly" Tuchelt. Auf dem Foto aus dem Jahr 1977 sehen wir die talentierten Nachwuchsboxer Cetin Secer, Zeki Yücel, Peter Daunus jun. und Zekeriye Yücel (von links) um Charly.
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Er betreute als Trainer damals auch seinen Sohn Frank. Frank starb leider früh an einer Krankheit. Diese Aufnahme entstand am 30.10.1970 .
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